Hotel Scala

Das Hotel Stiegl in Bozen mit seiner schönen Jugendstilfassade wurde 1898 erbaut.

Seine Ursprünge findet es im Gasthof Stiegl auch Gasthof „an der Stiegen“ oder „an der Hilben genannt“, früher bezeichnete man einen Weiher oder Tümpel als „Stiege“ oder „Hilbe“. Der Gasthof Stiegl war früher eine Postkutschenstation vor den Toren von Bozen, 1898 erfolgte dann der Umbau zu einem Hotel mit Dependance, ausgerichtet auf den regen Zustrom von Kurgästen die Bozen vor allem zur Winter- und Frühjahrszeit besuchten. Der Faschismus und die damit verbundene Industrialisierung setzten dem Dasein als Kurort ein Ende, so wurde auch die im Krieg durch Bomben zerstörte Dependance nicht wieder aufgebaut. In seiner jetzigen Form besteht das Hotel Stiegl seit Mitte der 90iger Jahre, wo im Zuge größerer Renovierungsarbeiten etliche Zimmer in Gartenlage neu aufgebaut wurden.

Einen weiteren Meilenstein bildet das Jahr 2008. Ca. 33 Doppel und Einzel-Zimmer vom Typ „Standard“, die in die Jahre gekommen waren, wurden komplett entfernt und an ihrer Stelle 25 neue Zimmer „Comfort“ aufgebaut.

2012 wurde eine 2. Bau- und Renovierungsphase abgeschlossen, diesmal wurden 15 neue „Comfort“ Zimmer im 4. Stock und zur Seitenstraße hin neu aufgebaut.

Das Hotel Stiegl ist seit 1850 im Besitz der Familie Trafojer. Während die Zimmer ständig modernisiert wurden, blieben viele andere Elemente aus der Gründer-Zeit oder den 20iger Jahren erhalten. Die Fassade ist wohl eine der schönsten von Bozen und besticht durch nahezu perfekte Symmetrie. Ein besonderes architektonisches Merkmal ist das Stiegenhaus mit seinem schmiedeeisernen Geländer und den nahezu filigranen Treppen. Imposant ist auch der Freskenzyklus von Rudolf Stolz aus den Zwanzigern des vergangenen Jahrhunderts, der die 12 Monate darstellt und dem Speisesaal ein besonders Flair verleiht. 2-3 der Figuren werden nun pro Jahr renoviert und konserviert, so dass bald der gesamte Zyklus seinen ursprünglichen Glanz zurück erhält.

Der historische Salon, ist ein Pavillion aus den 20er Jahren und war ursprünglich als Lesezimmer angedacht. Dieses Ambiente kann für Seminare und auch private Feiern angemietet werden. Das „Stübele“ ist hingegen ein rustikaleres Ambiente, mit seiner Vollvertäfelung hat es den Charme und die Gemütlichkeit einer Tiroler Stube.